Wie Sie bei E-Learnings mit Text-to-Speech den richtigen Ton treffen

12.07.2017
Ralph Muhsau

In meinem Artikel zum Thema E-Learning habe ich bereits über das Programm Articulate Studio berichtet, mit dem Inhalte für E-Learnings erstellt werden können. In diesem Beitrag stelle ich Ihnen die Sprecher-Software TTS vor.

Da E-Learnings von der medialen Aufbereitung leben, müssen für eine wirksame User Experience, Text, Grafik, Animation und Sprechertext zusammengeführt werden. Sprechertext ist in vielen E-Learning-Lösungen unverzichtbar und hilft dabei, den Lernenden besser durch die Inhalte zu führen. Wenn nicht ausdrücklich ein professioneller Sprecher (vom Kunden) gewünscht wird, bietet es sich häufig mit Blick auf Kosten und Nutzen an, von einer hoch entwickelten Text-to-Speech-Software (TTS-Software) Gebrauch zu machen.

Ökonomisch sinnvolle Sprechertext-Produktion

TTS-Tools erlauben eine Sprachsynthese am PC, die auf speziell dafür aufgenommene Audiosamples zurückgreift. Vorbei sind die Zeiten, als synthetisierte Stimmen noch unangenehm "roboterhaft" klangen. Die Qualität ist jetzt so zufriedenstellend, dass sie in zahlreichen Endprodukten verwendet werden können, zum Beispiel für Personalschulungen oder interne Sicherheitsunterweisungen. Nicht zuletzt liefern die um ein Vielfaches günstigeren Produktionskosten oft das ausschlaggebende Argument für den Einsatz von TTS.

Projektentwicklung wird durch TTS vereinfacht

Wenn TTS für das finale Produkt keine Option ist, kann dessen Einsatz während der Projektentwicklung dennoch Kosten sparen. Erste Prototypen und Demoversionen können zunächst mit einem generierten Sprechertext geliefert werden, auch wenn später eine menschliche Stimme die Vertonung übernehmen soll. Der Text kann nach Belieben geändert werden, ohne dass die kostspieligen Aufnahmen in einem Tonstudio wiederholt werden müssten.

Die korrekte Aussprache von Wörtern kann bei der Erstellung von TTS-Audiodateien allerdings manchmal etwas tückisch sein. Ein schönes Beispiel dafür ist das deutsche Wort "Montage", das im Zusammenhang mit Technischer Dokumentation meist als "Mon tahsche" (und nicht wie der Wochentag) ausgesprochen wird. Professionelle Tools bieten für solche Fälle Hilfe an: In einem Wörterbuch kann die korrigierte Aussprache für jedes Vorkommen eines solchen Begriffs definiert werden. Entweder per Umschreibung (im Beispiel "Mon tahsche") oder mittels phonetischer Notation. Das bedeutet für die Erstellung von fremdsprachigen "Aufnahmen", dass man zumindest über gute Schulkenntnisse der entsprechenden Sprache verfügen sollte. Weitere Optionen bei der Erstellung von Sprachdateien sind beispielsweise: Sprechgeschwindigkeit, Tonhöhe, weibliche/männliche Stimme und die Lautstärke.

Probieren Sie es selbst

Wir bei TANNER setzen die Tools von Linguatec ein. Hier sind 45 Sprachen verfügbar, darunter auch Exoten wie Baskisch oder Taiwanesisches Mandarin.
Hier können Sie die Stimmen mit eigenen Texten ausprobieren: www.linguatec.de/voice-reader-studio-15-demo

Sie arbeiten schon mit TTS? Dann nutzen Sie die Kommentarfunktion und erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen.

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