09.05.2007
Quellenangabe: ABZ 2/2007
Content- und Product-Information-Management
Ein Thema und zwei Systeme oder zwei Themen und ein System?

Benötigen Unternehmen ein Content-Management-System (CMS) und zusätzlich ein Product-Information-Management-System (PIM-System)? Diese Frage wird sowohl von Kunden als auch in der öffentlichen Diskussion immer wieder gestellt. In der Fachzeitschrift „Produkt Global“ hat Georg-Friedrich Blocher, Vorstand der TANNER AG, dazu einige Denkanstöße gegeben.

Die Wahl der richtigen Tools sollte nie am Anfang, sondern stets am Ende einer Lösungsstrategie von Unternehmen stehen. Deshalb ist die Frage, ob der Einsatz zweier Systeme notwendig und sinnvoll erscheint, auch nicht pauschal zu beantworten.

Was führt, ist immer der Prozess. Immerhin so viel aber bleibt festzuhalten: Wo Unternehmen einen durchgängigen XML-Ansatz verfolgen und mithin eine hochgradige Automatisierung ihrer Abläufe anstreben, ist der Einsatz eines zusätzlichen PIM-Systems durchaus verzichtbar. Voraussetzung dafür ist konsistentes Stammdaten-Management und die nahtlose Integration in bestehende Prozesse.

Sobald dieser Weg jedoch durch manuelle Eingriffe wie nachträgliche Layout-Aufbereitungen verlassen wird, müssen zusätzliche Tools zwischengeschaltet werden. Mit Blick in die Zukunft bleibt darüber hinaus grundsätzlich zu bedenken, dass der gesamte Fragenkomplex in absehbarer Zeit zur Marginalie verkommen könnte. Dann nämlich, wenn der sich abzeichnende Trend zur service-orientierten Architektur (SOA) verbreitete Realität werden sollte.

Denn wenn Unternehmen auf beliebige Tools je nach Bedarf zugreifen können, wandelt sich die Systemauswahl endgültig von einer investitions-zu einer prozessgetriebenen Entscheidung.


RSS-Feed