27.02.2008
Quellenangabe: ABZ 01/2008
PIM oder MDM: Marktstudie untersucht Unterschiede
Wie hat sich das Thema Produktkommunikation in den letzten zwei Jahren in den Unternehmen verändert? Diese Frage beantwortet die Lucas-Nülle Consulting mit der "Marktstudie 2007". Die auffälligste Änderung gegenüber der Vorgängerstudie von 2005 ist die Gegenüberstellung von Product Information Management (PIM) auf der einen und Master Data Management (MDM) auf der anderen Seite. Hinter beiden Modellen, so die Studie, stünden unterschiedliche Visionen.

11.000 Unternehmen waren zwischen Februar und Juni 2007 aufgerufen, ihre internen Erfahrungen mit den Themen PIM und MDM mitzuteilen. Mehr als 350 Datensätze von Unternehmen des DACH-Marktes wurden eingereicht und bilden damit die Basis der aktuellen Studie.


Bewusstsein für Produktkommunikation wächst
Über die beiden untersuchten Cluster "Industrie" und "Handel" hinweg kommt die Studie insgesamt zu einem zweigeteilten Ergebnis. So hätten im Gegensatz zu 2005 die Unternehmen das Thema Produktkommunikation zwar stärker beachtet. Allerdings würden die Zahlen auch zeigen, dass sich der grundsätzliche Status der Projekte und IT-Systeme in den Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren kaum verändert habe. Demnach pflegt der größte Teil der Unternehmen seine Daten nach wie vor weitgehend unkoordiniert in vielen verteilten Systemen.
 

Zukunft gehört MDM-Ansatz
Hatte die Marktstudie von 2005 MDM-Systeme noch gemeinsam mit klassischen PIM-Systemen  unter einem Dach betrachtet, so stellt die aktuelle Untersuchung beide Ansätze als strategische Alternativen gegenüber: "Unternehmen mit vielen Stammdaten, weltweiter Organisationsstruktur und hohem Synchronisierungsdruck setzen ihren Fokus tendenziell eher auf den MDM-Ansatz", schreiben die Analysten der Lucas-Nülle Consulting.

Der MDM-Ansatz biete so die Chance, "als zentrale Plattform für jegliche Form von Informationen und Stammdaten zu dienen und diese allen weiteren Systemen zur Verfügung zu stellen."

Werde dieser Ansatz konsequent auf alle Anwendungen – also auch auf Enterprise Ressource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) etc.– im Unternehmen angewendet, so entstehe eine serviceorientierte IT-Struktur, die auf Basis von zentralen Stammdaten die jeweiligen Services abruft und Prozesse, Transaktionen oder zum Beispiel auch Outputs abwickeln könne. Insgesamt, so die Studie, sei also der MDM-Ansatz »im Vergleich zu PIM wesentlich strategischer ausgerichtet.«


Best Practice HANSA-FLEX

Belegt wird die positive Bewertung des MDM-Ansatzes unter anderem am Beispiel der Katalogerstellung der HANSA-FLEX Hydraulik GmbH. Seit Juni 2006 erstellt das Unternehmen seine Print- und Online-Kataloge direkt aus SAP NetWeaver Master Data Management (SAP NetWeaver MDM). Für die komplette Umsetzung von der System-Implementierung bis zu den fertigen Katalogen zeichnet die TANNER AG verantwortlich.

 


 > Lediglich 2% seiner Produkte muss HANSA-FLEX noch mehrfach pflegen. Mit 10 bis 30 Minuten je Produkt liegt der jährliche Aufwand für Datenpflege weit unter dem Industrie-Durchschnitt, der 96 Minuten beträgt.


 

 > Für die Katalogproduktion benötigt HANSA-FLEX mit 16 Wochen deutlich weniger Zeit als vorher. Im Bereich Aktualisierung ist das Unternehmen mit zwei Wochen dem Industrie-Durchschnitt weit voraus.

 


 > Auch der Aufwand zur Einstellung der Artikel in den Internetkatalog ist bei HANSA-FLEX extrem gering. Trotz der 35.000 präsentierten Artikel benötigt das Unternehmen durchschnittlich nicht einmal 10 Sekunden pro Artikel.

Weiterführende Informationen Die "Marktstudie 2007" ist für 199 Euro online unter www.ln-consulting.de zu bestellen.


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