27.12.2006
Quellenangabe: ABZ 6/06
Arbonia AG erstellt Produktkataloge mit SAP NetWeaver MDM

Mit SAP NetWeaver Master Data Management (SAP NetWeaver MDM) verfügt der Walldorfer Software-Gigant über ein Katalog-System, dem der Markt für Product Information Management (PIM) spürbare Aufmerksamkeit schenkt. Die Arbonia AG, ein führender Heizkörperhersteller der Schweizer Arbonia-Forster-Holding AG (AFG), setzt im Rahmen der IT-Strategie auf die Produkte aus dem Hause SAP. Sie hat daher TANNER mit der Erstellung seiner Produktkataloge aus dem führenden System beauftragt.

Das Ergebnis dieser Entscheidung lässt aufhorchen: Bereits ein halbes Jahr später und drei Monate nach abgeschlossener Implementierung konnte der Hersteller von „Raumwärmern in Bestform“ die erste Test-Publikation in Händen halten.


Länder- und marktspezifische Katalog-Ausgaben
Seit 2003 arbeiten Arbonia und die TANNER AG bei der Katalog-Erstellung zusammen. Etwa 25 Printkataloge in fünf Sprachen entstanden in dieser Zeit. Doch die Märkte, die Arbonia mit seinen Produkten ansprechen will, werden laut eigener Aussage zunehmend differenzierter. Das Unternehmen hat sich auf diese Herausforderung eingestellt und die zielgruppenspezifische Optimierung seiner Kataloge beschlossen. Neben inhaltlichen Segmentierungen war dazu auch eine Erhöhung der Publikationsfrequenzen nötig.

Systemseitig wurden mehrere Lösungen evaluiert. Am Ende fiel die Wahl im Sinne der IT-Strategie auf SAP NetWeaver MDM. Peter Leipold, Teamleiter Medienkommunikation und Datenservice, erläutert: „Wichtig beim Einsatz eines Katalogsystems sind uns eine hohe Nutzerfreundlichkeit und ein hoher Automatisierungsgrad. Die Redakteure müssen in der Lage sein, den gesamten Prozess vom Datenimport über die Datenpflege bis zur Layout-Erstellung und Publikation eigenständig umzusetzen.“ Einschränkend fügt Leipold hinzu: „Bei vielen Katalog-Systemen liegt hier das Manko, gerade bei unseren komplexen Heizkörperkatalogen.“


Unternehmensweit konsistente Daten

Werner Spengler, Leiter des Bereichs Produktkataloge bei TANNER, verweist auf den strategischen Vorteil von SAP NetWeaver MDM: „Arbonia benötigt einerseits zur selbstständigen Erstellung der Kataloge eine hochgradig automatisierte Publikationsstrecke. Andererseits spielt das Thema Lokalisierung und Personalisierung aufgrund der differenzierten Marktansprachen eine gewichtige Rolle. Das bedingt ein System, das in komplexen, heterogenen Umgebungen unternehmensweit konsistente Daten verfügbar macht. Diese Anforderungen erfüllt Master Data Management in SAP NetWeaver in weiten Bereichen.“
Laut Peter Leipold war der Import von Daten ein weiteres Argument für die SAP-Lösung. „Die flexible Importfunktion hat uns die Übernahme der Bestandsdaten erleichtert. Daneben konnten wir die Pflege von Massendaten durch Redakteure merklich beschleunigen.“ Derzeit laufen die Planungen, das System auch für die Katalog-Erstellung in weiteren Unternehmensbereichen einzusetzen. „Mit der geplanten Unterstützung von QuarkXPress 7 auf der Publikationsstrecke werden wir weitere Marken der Division integrieren können. Hier hat die SAP allerdings noch an einigen Stellen ihre Hausaufgaben zu machen“, so Leipold.


TANNER-Team lobt effiziente Arbeitsweise
Aus Sicht von Steffen Seibold, der das Redaktionsteam auf TANNER-Seite leitet, hat sich der Systemwechsel für den Kunden bezahlt gemacht: „Wir können heute sehr viel effizienter arbeiten als früher. Weggefallen ist zum Beispiel die Einbindung von IT-Spezialisten in den Erstellungsprozess. Darüber hinaus können die Redakteure heute das Layout eigenständig erstellen. Nicht zuletzt aus diesen Gründen konnten wir den Seitenpreis mit dem neuen System noch einmal um 16 Prozent reduzieren.“


Arbonia lobt Querschnittskompetenz
Letztlich konnte TANNER die Vorgabe optimal erfüllen, dass die Kataloge mit dem neuen System im gleichen Layout publiziert werden mussten, wie aus dem alten System. Innerhalb von nur drei Monaten waren die Daten des deutschsprachigen Masterdokuments in SAP Net-Weaver MDM in das neue Datenmodell übernommen und die erste Testpublikation durchgeführt worden. „Mit dem Projektverlauf sind wir zufrieden. In Verbindung mit der Realisierung der nächsten MDM-Entwicklungsstufen erwarten wir eine weitere Zunahme des Automatisierungsgrades in der Produktion“, sagt Peter Leipold. „Unsere Entscheidung für MDM und TANNER als Dienstleister erwies sich sowohl konzeptionell und redaktionell als auch in Bezug auf die nötige partnerschaftliche Nähe von TANNER zur SAP als 100-prozentig richtig.“


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