Technische Dokumentation in der Luftfahrt-Industrie: Rationalisierungspotenziale nutzen
Forum am 30. April 2002 in Lindau

ATA iSpec 2200 – neue Vorschriften für die technische Dokumentation
LINDAU, 27. März 2002 –Wettbewerbsfähigkeit ist das Schlüsselwort auch für die Zuliefer-Unternehmen in der europäischen Luftfahrt-Industrie. Ein neuer Standard für die technische Dokumentation – ATA iSpec 2200 – eröffnet enorme Rationalisierungspotenziale, bringt aber auch höhere Anforderungen mit sich. Theorie und Praxis wird eine Veranstaltung am 30. April in Lindau beleuchten.

Abschreiben, umformatieren oder konvertieren – langweilige, nicht Wert schöpfende Arbeiten fallen mit dem neuen Standard weg. ATA iSpec 2200 basiert auf der Metasprache SGML: Die redaktionelle Arbeit wird endlich Bestandteil eines Mehrwert schaffenden Prozesses. Unter SGML erstellte Informationsbausteine sind systematisch wieder verwertbar. Elektronische Publikationswege machen den Informationen Beine und sparen Verteilungskosten. Schließlich können standardisiert aufgebaute Informationen von Unternehmen zu Unternehmen problemlos weitergegeben und verarbeitet werden. Gerade hier öffnen sich erhebliche Effizienzpotenziale.
Die Umsetzung der ATA iSpec 2200 geht jedoch nicht von selbst über die Bühne. Neue Programme müssen angeschafft und neue Methoden erlernt werden. Theorie und Praxis, insbesondere Erfahrungen und Expertenwissen, werden beim Forum „Fit für die ATA iSpec 2200 – technische Dokumentation in der Luftfahrt-Industrie" am 30. April 2002 in der TANNER-Denkfabrik in Lindau vermittelt. Veranstalter sind die TANNER AG, führender Dienstleister für technische Dokumentation, und die „Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt – Lilienthal-Oberth e. V." (DGLR).

Welche Anforderungen der Standard vor dem Hintergrund unternehmensübergreifender Zusammenarbeit an Ingenieure und Entwickler stellt, präsentiert Prof. Dr.-Ing. Dieter Scholz (Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, und DGLR-Fachausschussvorsitzender). Wie eine technische Redaktion praktisch umgestellt wird und welchen Nutzen Endanwender daraus ziehen, stellen Referenten von Liebherr Aerospace (Lindenberg) und Lufthansa Systems (Hamburg) vor. Schritt für Schritt erklären schließlich Experten von TANNER, wie man zur ATA iSpec 2200 kommt. Praktiker und Produktanbieter stehen im letzten Teil der Tagung den individuellen Fragen der Teilnehmer Rede und Antwort.

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