05.02.2002
Quellentextangabe ABZ 1/2002

Forum 2001

Liebherr: "Entscheidung für SGML/XML war richtig"
MTU: Motoren nach Luftfahrtstandard dokumentiert

Rund hundert Teilnehmer verfolgten im November in der TANNER-Denkfabrik in Lindau, wie renommierte Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau an das Erstellen ihrer Dokumentation herangehen. Das Industriemagazin "Maschinenmarkt" berichtete ausführlich.

Ein Sonderdruck liegt der aktuellen Ausgabe des ABZs bei. Weitere Themen des Forums sind im nachstehenden Beitrag aufgegriffen.

Schon über vier Jahre Erfahrung hat Liebherr mit seinem Redaktionssystem. Erheblicher Aufwand war nötig, das SGML-System organisatorisch, konzeptionell und technisch aufzubauen und zu implementieren. Die Erfahrungen mit dem Redaktionssystem schilderte Dr. Wolfgang Ziegler beim Forum <maschinenbau>2001. Dagegen hat MTU Friedrichshafen die Motoren der 8000er-Reihe (rund 11.000 PS aus 20 Zylindern, im Einsatz beispielsweise in schnellen Fähren), die nach einem Luftfahrtstandard dokumentiert wurden, gerade erst zur Serienreife entwickelt.

Liebherr richtete seinerzeit eine "Zentrale Dokumentation" ein: "Dokumentenjäger" wandelten sich zu "Informationssammlern", so Ziegler.

"Die Motivation ist gewaltig, wenn sie eigene Gestaltungsmöglichkeiten haben", berichtete er über die Mitwirkung der Redakteure. "Die Entscheidung für SGML/ XML war damals mutig, aber richtig", sagte Ziegler. Das neue System sei eine echte Zukunftsinvestition mit wachsendem Nutzungsgrad. Die Ausweitung des Redaktionssystems auf weitere Werke ist daher vorgesehen.

50 Prozent mehr Inhalt bei 50 Prozent weniger Seiten
Einen umfassenden Dokumentationsstandard aus der Luftfahrt (AECMA) hat MTU Friedrichshafen für die Dokumentation ihrer Schiffsmotoren modifiziert und mit dem TANNER-Funktionsdesign verbunden. Motoren sicher bedienen, warten nach Plan, Fehler diagnostizieren, Komponenten abbauen, ersetzen, zerlegen, reparieren und anbauen — die technische Dokumentation der MTU-Motorenserie 8000 umfasst den kompletten Lebenszyklus des Motors. "50 Prozent mehr Inhalt bei 50 Prozent weniger Seiten", ist das Ziel von Dr. Jutta Nübel, Leiterin der Dokumentation. "Interaktive elektronische technische Dokumentation wird die Regel", ist sie überzeugt. "Wir haben ein Spitzenprodukt und wollen dazu auch Spitzenservice liefern", so Jutta Nübel.

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