„Wenn man etwas gern macht, dann macht man es auch gut.“ – Die Ausbildung bei TANNER

Gelbe Kabel

Die TANNER AG bildet seit Jahren erfolgreich in verschiedenen Berufen aus. Im Ausbildungsjahr 2015 sind dies Fachinformatiker/in mit den Fachrichtungen Systemintegration und Anwendungsentwicklung sowie Mediengestalter/in Digital und Print und Kaufmänner beziehungsweise Kauffrauen für Büromanagement. Ich habe mit Caterina Reeß, Unit Managerin Recruiting und Bewerbermanagement, und dem Auszubildenden Marc Christian Walter gesprochen, um mehr über ihre Erfahrungen rund um die Ausbildung bei TANNER zu erfahren. Zudem bekam ich auch einige Tipps zum Auswahlprozess und zu den Vorstellungsgesprächen, die ich hier gerne weitergeben möchte.

Philipp: Hallo Caterina, kannst du mir verraten, welche Qualifikationen Bewerber für eine Berufsausbildung bei TANNER mitbringen sollten?

Caterina: Für die Ausbildung zum Kaufmann Büromanagement genügt ein guter Hauptschulabschluss. Für die anderen Ausbildungsberufe benötigen die Kandidaten mindestens einen Realschulabschluss. Dabei ist die Abschlussnote nicht unbedingt ausschlaggebend. Da wir in einem technikorientierten Umfeld arbeiten, legen wir Wert darauf, dass die Bewerber in den MINT-Fächern Mathe, Naturwissenschaften und Physik mindestens eine Drei als Zeugnisnote nachweisen können. Aber eine Vier in Mathe ist nicht unbedingt ein K.O.-Kriterium, das hängt letztendlich vom Schulabschluss ab. Außerdem ist es ein schönes Plus, wenn sich die Kandidatin oder der Kandidat schon einmal – zum Beispiel durch Praktika – mit dem jeweiligen Berufsfeld auseinandergesetzt hat. Vor allem bei der Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print haben wir öfter Bewerber, die ein falsches Bild von diesem Ausbildungsberuf haben. Da TANNER kein Medienunternehmen ist, bei dem man Plakate oder ähnliche Werbemittel gestaltet, beziehen sich die Ausbildungsinhalte stark auf unser technisches Umfeld.

Philipp: Marc, du machst derzeit bei TANNER eine Ausbildung zum Fachinformatiker mit Schwerpunkt Systemintegration und bist im ersten Lehrjahr. Doch davor hast du erst einmal studiert. Warum hast du dich umentschieden?

Marc: Nach meinem Realschulabschluss habe ich zunächst einen Abschluss als staatlich anerkannter Informations- und kommunikationstechnischer Assistent am Berufskolleg gemacht. Da war mir schon klar, dass ich irgendetwas mit Informatik machen will. Nach meinem Bundeswehrdienst bin ich ein halbes Jahr durch Südostasien gereist. Noch während der Reise habe ich mich um mehrere Studienplätze beworben und schließlich für ein Studium der Elektrotechnik entschieden. Schon früh habe ich gemerkt, dass das Studium gar nicht so einfach ist, wenn ich mich dafür nicht so richtig interessiere. Deshalb wechselte ich zum Studiengang Wirtschaftsinformatik. Nachdem das auch nicht das Richtige war, brach ich das Studium ab und bewarb mich um eine Ausbildung als Fachinformatiker. Im Studium hat mir das Praktische gefehlt. Das habe ich jetzt in der Ausbildung. Und die mache ich mit viel Herz und viel Seele. Wenn man etwas gern macht, dann macht man es auch gut.
Caterina: Marc erwähnt einen wichtigen Punkt: Für diese technischen Ausbildungsberufe ist die Leidenschaft entscheidend. Damit man in seinem Beruf glücklich wird und nicht nach einem halben Jahr feststellen muss, dass es doch nicht das Wahre ist.

Der Bewerbungsprozess

Philipp: Caterina, wie schaut der Bewerbungsprozess bei TANNER aus? Welche Schritte gibt es und was muss man als Bewerber berücksichtigen?

Caterina: Wir haben jetzt Anfang November mit unserem Bewerbungsprozess für das Ausbildungsjahr 2015 begonnen, und der erste Bewerbungsschritt ist ganz klassisch die Bewerbung – bevorzugt online. Wir raten den Bewerbern, ihre Anschreiben und Lebensläufe von einem Lehrer oder den Eltern kontrollieren zu lassen, damit nicht zu viele Rechtschreibfehler enthalten sind. Ein kleiner Tipp: Bei der Online-Bewerbung PDF-Dateien hochladen und keine Word-Dokumente. Danach gibt es einen ersten Auswahlschritt und alle Kandidaten, die für einen Ausbildungsplatz in Frage kommen, laden wir zu einem halbstündigen Telefoninterview ein, um einen ersten Eindruck zu erhalten. Nach den Telefoninterviews leiten wir die Unterlagen an die entsprechenden Unit Manager weiter. Mit den ausgewählten Kandidaten gibt es dann im Januar oder Februar bei TANNER Bewerbungsgespräche. Im Gespräch stellen sich die Kandidaten vor und natürlich gehören auch ganz klassische Bewerbungsfragen dazu, wie die Frage nach den persönlichen Stärken und Schwächen. Solche Bewerbungsgespräche spielt man zu Hause mit den Eltern oder mit Freunden am besten einmal durch und macht sich selbst Gedanken, was für Fragen kommen könnten und wie man darauf antwortet. Außerdem ist es wichtig, natürlich zu bleiben und sich nicht zu verstellen. Zum Bewerbungsgespräch sollte man ordentlich gekleidet sein, ein Anzug ist aber nicht unbedingt notwendig. Wir wollen die Person kennen lernen, wie sie ist. Bei den Kaufleuten wird zusätzlich zum normalen Bewerbungsgespräch ein kleiner Eignungstest am PC eingerichtet, zu dem wir dann mehrere Bewerber gleichzeitig einladen.

Wichtig: Ein passendes Team

Marc: Da ich mich erst im März beworben habe, war ich recht spät dran. Dann ging aber alles ganz schnell. Ich bekam eine E-Mail von Caterina und wurde zu einem Bewerbungsgespräch mit Frank Lichtenberger, dem IT-Unit-Manager, eingeladen. Mir wurden gleich zwei Termine angeboten, damit es auch mit meinem Terminkalender passt. Das sind so Kleinigkeiten, die sehr für eine Firma sprechen. Das Bewerbungsgespräch mit Frank Lichtenberger lief richtig gut. Ich habe viel über die Ausbildung und die Arbeit bei TANNER erfahren und nach einer halben Stunde fragte mich Frank Lichtenberger, ob ich bei einem Testrechner verschiedene Fehler suchen und beheben möchte. So dauerte das Gespräch zwei Stunden länger als gedacht. Bei solch einem langen Bewerbungsgespräch erkennt man, dass das Unternehmen viel Wert darauf legt, den richtigen Kandidaten auszuwählen – damit er auch in das Team passt. Und deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, als ich dann die Zusage von Frank Lichtenberger bekam.

Caterina: Damit sich Bewerber einen Eindruck vom Unternehmen und der Arbeit bei TANNER machen können, bieten wir auch vereinzelt Probewochen an. Wir werden häufig von Schülern gefragt, ob sie bei uns ein Praktikum machen können. Praktika bieten wir generell nicht an. Das ist etwas schwierig im fortlaufenden Projektgeschäft. Aber wir bieten manchen Kandidaten nach dem Bewerbungsgespräch einen Probearbeitstag oder eine Probewoche an, um einen besseren Eindruck von ihnen zu erhalten. Gleichzeitig sollen die Kandidaten so ihren zukünftigen Arbeitgeber als auch ihre zukünftigen Aufgaben besser kennenlernen.

Marc: So war das dann auch bei mir. Frank Lichtenberger hat mir angeboten, drei oder vier Tage Probe zu arbeiten, um zu sehen, wie ich mich mit dem Team verstehe. Das hat dann auch alles gepasst und bis zum Ausbildungsbeginn habe ich ein Praktikum bei TANNER absolviert.

Caterina: Das ist etwas, was Frank Lichtenberger gerne anbietet für Kandidaten, die ihr Studium abbrechen – als Schnupperzeit, um die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn zu überbrücken.

Philipp: Vielen Dank für das Gespräch und Dir, Marc, wünsche ich noch eine erfolgreiche und spannende Ausbildung bei TANNER!

Caterina Reeß im Gespräch mit dem Auszubildenden Marc Christian Walter

Caterina Reeß im Gespräch mit dem Auszubildenden Marc Christian Walter.

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  • Gelbe Kabel: Shutterstock_Teerasak
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