In vier Schritten vom Präsenztraining zum E-Learning

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In meinem Blogbeitrag „E-Learning erstellen mit Articulate Studio“ habe ich bereits die Möglichkeiten von Articulate Studio erläutert. Nun möchte ich Ihnen einen Weg aufzeigen, ein bestehendes Präsenztraining, das bereits auf PowerPoint basiert, als E-Learning zu konservieren, sodass es unabhängig von Zeit und Ort beliebig wiederholt werden kann.

Schritt 1: Aufzeichnung des Präsenztrainings

Zunächst wird die Sprache des Trainers aufgezeichnet, beispielsweise direkt während einer Präsenzschulung. Empfehlenswert ist es, neben dem Ton auch die gezeigten Folien als Video aufzuzeichnen. Da dieses Video nur zur einfacheren Synchronisation der Sprachaufnahme mit den einzelnen Folien dient (siehe Schritt 3) und nicht im Ergebnis sichtbar sein wird, muss die Videoqualität nicht professionell sein.

Schritt 2: Aufbereiten der Präsentation

Auch wenn ein Foliensatz inhaltlich und didaktisch in Ordnung ist, bietet es sich mitunter an, die vorhandenen Folien für das E-Learning zu optimieren.
Hintergrund ist, dass ein E-Learning aufgrund der Nutzungssituation am Bildschirm weniger lebendig wirkt als ein Präsenztraining. Dem kann beispielsweise mit einer stärker grafisch orientierten Aufbereitung des Foliensatzes entgegengewirkt werden.
In Schritt 2 erfolgt auch die Erstellung von Animationen für die nachfolgende Synchronisation von Bild und Ton. Hierfür werden die Funktionen im PowerPoint-Reiter „Animationen“ verwendet. Im einfachsten Fall haben wir dann eine Textfolie mit Bullets, wobei die einzelnen Bullets nacheinander eingeblendet werden.

Schritt 3: Tonschnitt und -synchronisation

Nun werden aus der Sprachaufnahme zunächst die groben Versprecher entfernt, anschließend wird sie in einzelne Szenen geschnitten. Jede Szene entspricht genau einer der Folien in der Präsentation.
Zuletzt werden die Animationen auf den Folien zur Sprache des Trainers synchronisiert. Im obigen Beispiel bedeutet dies, dass die einzelnen Bullets erst dann angezeigt werden, wenn der Trainer diese anspricht. Articulate Studio bietet dafür eine übersichtliche Wellenform-Darstellung von Audio-Dateien an.
Wer dann doch lieber einen Profisprecher einsetzen möchte, transkribiert und redigiert den gesprochenen Text und lässt ihn in einem Studio aufnehmen. Oder man verwendet Text-to-Speech-Software.

Schritt 4: Gestalterischer und funktionaler Rahmen

Der Rahmen (bei Articulate-Tools: „Player“) wird im publizierten E-Learning um die Folien herum angezeigt und kann farblich an ein Corporate Design angepasst werden. Zwei Projektbeispiele finden Sie dazu auf unserer Themenseite „E-Learning“.
Der Rahmen legt außerdem die Navigationsmöglichkeiten fest und kann noch weitere Inhalte aufnehmen, wie beispielsweise den Sprechertext zum Nachlesen des Gesprochenen oder auch Anhänge, auf die im E-Learning verwiesen wird, oder weiterführende Materialien, um das Gelernte selbstständig zu vertiefen.

Was für ein E-Learning erhält man am Ende?

Man erhält einen interaktiven und multimedialen Kurs.
Interaktiv, da man über ein Menü, die Volltextsuche sowie über Vor/Zurück-Buttons in den Folieninhalten navigieren kann. Außerdem bleiben Hyperlinks, die in PowerPoint angelegt wurden, erhalten. Innerhalb einer Folie kann über eine Zeitleiste navigiert werden.
Multimedial, da der Kurs Sprache und optional Sprechertext sowie Folieninhalte wie Text, Grafik, Fotos und Animationen enthält.
Technisch erhält man einen HTML5-Ordner, also einen Ordner, der HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien enthält. Und wer ein Learning Management System (LMS) einsetzt, erhält ein entsprechendes SCORM-Paket.

Im nächsten Blog-Beitrag gehe ich auf die Grenzen von Articulate Studio ein und darauf, wie man diese mit anderen Tools aus der Articulate-Suite umgehen kann.

Klicken Sie sich auf  unserer Themenseite zu E-Learnings durch ein mit Articulate Studio erstelltes E-Learning und erfahren Sie mehr zum Thema.

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