Volontariat in der Technischen Dokumentation bei TANNER – Was erwartet Sie?

Dokumenten-Stapel

Wenn Sie diesen Artikel lesen, spielen Sie vielleicht mit dem Gedanken, sich für ein Redaktions-Volontariat bei der TANNER AG zu bewerben. Ich arbeite seit fast einem Jahr bei TANNER als Volontärin und möchte Ihnen mit diesem Bericht einen kleinen Einblick in meinen Arbeitsalltag und so vielleicht eine kleine Entscheidungshilfe mit auf den Weg geben.

Beruflich in eine andere Richtung unterwegs

Zuerst die Frage vorweg: Warum habe ich mich auf das Redaktions-Volontariat bei TANNER beworben? Studiert habe ich Medienwissenschaften und war bis dato beruflich in Richtung Journalismus unterwegs. Da die beruflichen Perspektiven in diesem Bereich nicht besonders vielversprechend sind, war die technische Redaktion für mich eine willkommene Alternative – technische Dokumente müssen schließlich auch verständlich geschrieben werden. Für eine Nicht-Technikerin, die in der technischen Redaktion noch keine Erfahrungen gesammelt hat, ist der Berufseinstieg allerdings nicht einfach. Womit wir auch schon bei der ersten Besonderheit von TANNER gelandet sind: Hier sind Quereinsteiger, auch aus geistes- und sozialwissenschaftlichen Richtungen, nicht nur gerne gesehen, sondern werden auch gesucht – grundlegendes Technikverständnis vorausgesetzt. Für mich war das Volontariat eine gute Gelegenheit, mich in die technische Redaktion einzufinden, ohne direkt aus dem Technikbereich zu kommen. Wenn das bei Ihnen auch der Fall ist, sollte Ihnen allerdings klar sein, dass man technische Dokumente schreibt – also Gebrauchs- oder Wartungsanleitungen – und keine Romane. Standardisierung und Modularisierung heißen hier die Zauberworte, journalistische Kreativität steht bei der Arbeit nicht im Vordergrund. Wenn Sie allerdings gerne präzise, selbstständig und organisiert arbeiten, sind Sie richtig in diesem Beruf und vor allem auch bei TANNER.

Der Sommer am Bodensee macht einiges wett

Was Sie sicher auch interessiert, sind die Rahmenbedingungen des Volontariats: Ein klarer Pluspunkt gegenüber vielen anderen Volontariatsstellen ist, dass das TANNER-Volontariat auf ein Jahr begrenzt ist und eine Übernahme danach angestrebt wird – eindeutig nicht selbstverständlich in der heutigen Berufswelt. Auch die Bezahlung ist fair, verglichen mit Angeboten, die ich aus dem Medienbereich kenne. Für alle, die nicht aus der Gegend kommen: Man sollte sich bewusst machen, dass Lindau – wo sich der Hauptsitz von TANNER befindet – eine Kleinstadt ist und nicht viel an „Jugend-“ bzw. „Kulturszene“ zu bieten hat. Allerdings macht der Sommer am Bodensee einiges wieder wett. Und im Winter liegen die Skigebiete vor der Haustür. Bei der Wohnungssuche, die sich hier relativ schwierig gestaltet, hat mir TANNER auch direkt Hilfe angeboten.

Dann also weiter mit den wirklich wichtigen Fragen: Wie sehen die ersten Tage bei TANNER aus? Zunächst einmal wird einem der Einstieg hier sehr herzlich gestaltet: Als „Neueinsteiger“ bekommt jeder einen Paten an die Hand, der einen durch die Firma führt, den Kollegen vorstellt und an den man sich mit allen Fragen wenden kann. Einer der Punkte, die für mich am meisten für TANNER sprechen, sind dann auch die Kollegen – sie sind alle sehr nett und hilfsbereit. Man kann sich mit jeglichen Fragen an jeden wenden, es wird einem immer weitergeholfen.

Ins kalte Wasser gesprungen

Und welche Aufgaben erwarten Sie während des Volontariats, worauf kann man sich einstellen? Arbeitstechnisch bin ich erstmal ins kalte Wasser geworfen worden – ich wurde sehr schnell in das aktive Projektgeschäft eingebunden. Selbstständiges Arbeiten wurde gefördert und gefordert; dabei waren ständig neue Herausforderungen zu bewältigen. Parallel zu meiner Entwicklung wurde auch mein Verantwortungsbereich in den Projekten größer, bis ich schließlich so weit war, Projekte eigenständig durchzuführen. Das erfordert natürlich viel Selbstständigkeit und stellt einen vor Herausforderungen, geht aber auch mit Freiheiten einher.

Eigeninitiative ist gefragt

TANNER legt großen Wert auf eine praxisnahe Ausbildung. Jeder Volontär wird in konkrete Projekte eingebunden und erhält für seine Aufgaben Einarbeitung und Unterstützung durch erfahrene Mitarbeiter. Ich wurde zum Beispiel in den Bereich Luft-und Raumfahrt eingearbeitet und arbeite seitdem hauptsächlich in diesem Bereich mit. Generell wird dennoch versucht, möglichst vielseitige Einblicke in verschiedene Projekte zu geben. Hierzu ist auch Eigeninitiative gefragt: Man muss sich aktiv umhören und selbst informieren, wenn ein bestimmter Bereich oder ein Projekt besonders interessant ist. Wenn es irgendwie geht, wird es dann auch möglich gemacht, sich konkret zu informieren oder sogar im Projekt mitzuarbeiten – für „Volontärsprobleme“ hat man immer ein offenes Ohr. Zum Volontariat gehört auch ein Fortbildungskurs (Blockseminar; viermal drei Tage), der als Ergänzung zur Arbeitspraxis das grundlegende Handwerkszeug der Technischen Dokumentation vermitteln soll.

Mein Fazit: Da ich nicht direkt aus dem Technikbereich komme, ist das Volontariat für mich persönlich eine gute Möglichkeit, in das Berufsfeld der Technischen Dokumentation einzusteigen. Wenn man schon Vorerfahrungen im Bereich Technische Dokumentation hat, ist ein Volontariat meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig, aber das muss letztlich jeder für sich selbst abwägen.

Bildquellen

  • Unterlagen Stapel: Shutterstock_PaulPaladin

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