Interaktive E-Learnings mit Articulate Storyline erstellen

Finger zeigt auf Media Player für interaktive E-Learnings

Wie in meinem letzten Blog-Beitrag „In vier Schritten vom Präsenztraining zum E-Learning“ angedeutet, wird man als E-Learning-Autor früher oder später an die Grenzen von Articulate Studio stoßen. In diesem Blog-Beitrag stelle ich Articulate Storyline und seine Funktionen vor. Im Gegensatz zu Articulate Studio können mit diesem Programm auch komplexe Interaktionen erstellt werden.

Grenzen von Articulate Studio

Schuld an den eingeschränkten Möglichkeiten von Articulate Studio ist hauptsächlich das zugrundeliegende Folienkonzept aus der Rapid-E-Learning-Welt. D. h.: Alle Folieninhalte sind immer sichtbar; sie können höchstens als zeitgesteuerte Animation nach und nach aufgedeckt werden. Es ist nicht möglich, abhängig von User-Aktionen unterschiedliche Inhalte auf der gleichen Folie anzuzeigen.

Somit sind komplexere Interaktionen nicht sinnvoll umsetzbar, wie beispielsweise ein interaktives Cockpit, in dem bei Klick auf einen der Schalter dessen Funktion erläutert wird.

Ein interaktives Cockpit ist mit Articulate Storyline nicht sinnvoll umsetzbar

 

Interaktive Funktionen von Articulate Storyline

Articulate Storyline dagegen bietet Möglichkeiten, solche Interaktionen zu erstellen. Und das ohne Programmierkenntnisse. Hierzu dienen in erster Linie LAYER und TRIGGER.

LAYER kann man sich wie Ebenen-Gruppen in Photoshop vorstellen: Auf Layern können Objekte zusammengefasst werden. In einem interaktiven Cockpit sind das beispielsweise die Informationen, die bei Klick auf einen Schalter angezeigt werden sollen.

TRIGGER bilden User-Interaktionen – und wie der E-Learning-Kurs darauf reagieren soll – ab. Trigger in Storyline sind immer gleich aufgebaut: Action > When > Object.

In unserem Cockpit-Beispiel könnte ein Trigger zur Anzeige der Informationen für einen Schalter bei Klick darauf wie in diesem Screenshot aussehen:

Screenshot: Trigger-Assistent in Articulate Storyline

Weitere Möglichkeiten, die Storyline per Trigger bietet, sind beispielsweise Verzweigungen zu anderen Folien oder der Umgang mit Variablen, um noch komplexere Interaktionen erstellen zu können.

Darüber hinaus bietet Storyline noch vieles mehr, darunter diese Möglichkeiten:

  • Dreh- und Schieberegler, die wiederum Aktionen triggern können.
  • Eine sehr gute TTS-Engine (s. a. mein Blogartikel „Wie Sie bei E-Learnings mit Text-to-Speech den richtigen Ton treffen“ zum Thema Text-to-Speech)
  • Einen umfangreichen Editor für Quizfragen, mit dem sich beispielsweise zeitgemäße Drag-und-Drop-Fragen realisieren lassen.

Im nächsten Blog-Beitrag werde ich aufzeigen, wie man mit dem neuen Tool „Articulate Rise“ auch responsive E-Learning-Lektionen erstellen kann. Diese eignen sich besonders für die Erstellung von sogenannten „Learning Nuggets“.

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