Berufsbild

Birte Fischer

Übersetzungsmanagerin

Foto Birte Fischer

Was sind deine Aufgaben als Übersetzungsmanagerin bei TANNER?

Das Besondere bei TANNER ist, dass wir nicht als Übersetzungsagentur fungieren, sondern als Vermittler zwischen unseren Kunden und den Übersetzungsagenturen. Wir erhalten Übersetzungsanfragen zu verschiedenen technischen Dokumenten – zum Beispiel Betriebs- und Montageanleitungen, Zeichnungen, Mitarbeiterschulungen, Zertifikate –, klären mit den Kunden die spezifischen Anforderungen, legen Aufträge im Übersetzungsportal an, holen Kostenvoranschläge bei den Übersetzungsagenturen ein, beantworten technische oder formale Fragen, achten darauf, dass alles rechtzeitig geliefert wird, prüfen die gelieferten Übersetzungen und pflegen das Translation Memory.

Bei unserem größten Kunden stehen wir im Austausch mit zahlreichen Mitarbeitenden, arbeiten direkt im Dokumentenmanagementsystem und bieten weitere Leistungen zusätzlich zum Übersetzungsmanagement an, unter anderem die Anfrage von Dokumenten bei Zulieferern.

Was gefällt dir an deinem Job am besten?

Der Job wird immer dann besonders interessant, wenn ein Projekt neue, unbekannte Anforderungen hat oder etwas nicht nach Plan läuft. Häufig ist die Fehlersuche wie Detektivarbeit und erfordert Recherche. Anschließend kommunizieren wir mit den verschiedenen Beteiligten, um möglichst schnell eine Lösung zu finden. Allgemein kommunizieren wir viel mit verschiedenen Auftraggebenden beim Kunden, was sehr abwechslungsreich ist.

Besonders gefällt mir außerdem, dass unsere Arbeit im Team super funktioniert. Wir führen ein gemeinsames Kanban-Board, stimmen uns häufig ab und unterstützen uns gegenseitig bei besonders schwierigen Fällen.

Was mir auch viel Spaß macht, ist Prozesse immer weiter zu optimieren, um uns die Arbeit zu erleichtern, den Überblick über die verschiedenen Aufgaben zu behalten und die Qualität der Übersetzungen zu verbessern.

Welche Herausforderungen bringt dein Job mit sich?

Meist laufen bei uns Dutzende von Projekten gleichzeitig. Deswegen ist es wichtig, richtig zu priorisieren und den Überblick zu behalten. Die Übersetzung einer sicherheitsrelevanten Meldung oder eines Dokuments, das dringend auf der Baustelle benötigt wird, muss zum Beispiel gegenüber der Übersetzung einer Standard-Betriebsanleitung bevorzugt behandelt werden.

Zudem gibt es immer Sonderfälle: Dokumente mit speziellen Formaten, die eine besondere Software erfordern, beglaubigte Übersetzungen mit verschiedenen Anforderungen, Übersetzungen, die zum Zeitpunkt der Beauftragung eigentlich schon gestern fertig sein sollten … Man lernt ständig dazu.

Welche Eigenschaften sind für deinen Job hilfreich?

Man sollte gut organisiert sein, da dies einen großen Teil des Jobs ausmacht. Außerdem hilft es, wenn man sich in die verschiedenen Beteiligten hineinversetzen kann, sowohl in die Personen, die übersetzen, als auch in die Verantwortlichen beim Kunden und bei den Übersetzungsagenturen.

Ein profundes Verständnis für ihre Arbeitsabläufe und Herausforderungen erleichtert die Zusammenarbeit erheblich. Und es ist auf jeden Fall ein Bonus, wenn man Spaß daran hat, Lösungen zu finden.