Videoproduktion ist keine "Rocket Science": "INKA"-Referent Steffen Gentis (BBDO) im Interview

22.03.2016
Elena Bernert

Über 300 Werbefilme in 15 Jahren, Trailer, Musikvideos und TV-Sendungen – ein Hauch von Hollywood erwartet Sie beim diesjährigen "INKA"-Forum: "Film-Mann" Steffen Gentis, Chief Production Officer der BBDO Group Germany und Managing Director der Ad Agency Services und Produktdivision CraftWork, ist am 14. April zu Gast in Bregenz.
Im Themenblock "Grau ist alle Theorie: Vom YouTube-Video zum Blockbuster – Bewegtbild in der digitalen B2B-Kommunikation" berichtet der gebürtige Südafrikaner und ausgebildete Mode- und Werbefotograf über die Stärken des Mediums Film und zeigt auf, wie Unternehmen Bewegtbild für ihre Kommunikation erfolgreich nutzen können. Erhalten Sie im Interview einen Vorgeschmack, warum Sie Steffen Gentis beim "INKA"-Forum auf keinen Fall verpassen sollten. Melden Sie sich jetzt an!

Herr Gentis, 36 Löwen haben Sie im Laufe der Jahre aus Cannes nach Hause gebracht. Welcher ist Ihnen besonders wichtig?
Meine Aufgabe verstehe ich als Teil eines kollaborativen Prozesses und die Awards sind eine Messung des gesamten Agentur-Outputs. Deshalb sind die Auszeichnungen an sich persönlich für mich nicht so wichtig. Jede erzählt natürlich eine andere Challenge, und es ist schön, die Anerkennung von Kollegen zu bekommen – die Awards sind eine Art "Peer-Review", indem sie bestätigen, dass man seinen Job doch irgendwie richtig macht. Aber der eine Award, auf den ich am meisten stolz bin, ist die Auszeichnung, die ich vom Deutschen ADC für die "CarbonFilmQuote" erhalten habe – ein integrierter CO2-Rechner für das Kalkulationsprogramm, das unsere Filmindustrie nutzt. Dieser gibt eine zeitgemäße und sehr effektive Perspektive auf unsere Prozesse und hat schon sehr viel Positives in Sachen CO2-Reduktion bewirkt.

"Bewegtbild kann effektiver als jedes andere Medium Informationen und Emotionen vermitteln."

Bewegtbild boomt bereits seit Jahren. Mobile Endgeräte und soziale Netzwerke verstärken diese Entwicklung noch. Welches sind die Stärken des Mediums Film?
Die exponentiellen technologischen Veränderungen führen zu neuem sozialen Verhalten und neuen Herausforderungen für die Marken. Egal, welches Medium oder welcher Kanal – am Ende steht fast immer ein Bildschirm. Jede Bildschirmgröße und jeder Kontext stellen weitere Herausforderungen dar, indem wir uns natürlich in einer anderen Beziehung oder einem anderen Aufnahmezustand befinden. In dieser komplexen Kommunikationsmatrix kann Bewegtbild effektiver als jedes andere Medium Informationen und Emotionen vermitteln – die Grundsubstanzen von jedem wertvollen Dialog.

Die Produktionskosten sind im Vergleich zu früher zwar deutlich gesunken, dennoch holen sich viele – vor allem kleinere – Unternehmen keine professionelle Unterstützung bei der Produktion ihres Videos. Erfahren wir am 14. April in Bregenz von Ihnen mehr über die Gründe dieser Zurückhaltung und worauf Unternehmen bei der Produktion achten sollten?
Es gibt ein paar wesentliche Grundregeln, die zu beachten sind, aber sonst ist es keine "Rocket Science". Am 14. April würde ich im Gespräch mit den "INKA"-Teilnehmern gerne auf die konkreten Fragen eingehen und diese ausführlich beantworten.

"In jedem Smartphone steckt inzwischen eine brauchbare Kamera, die wirklich tollen Content liefern kann."

Was sind momentan die spannendsten Trends? Und wohin entwickelt sich Bewegtbild in der Zukunft?
360 Grad – im B2B sicherlich eine der einfachsten und spannendsten Maßnahmen, Crowdsourcing-Content durch Social Media, GoPro – die kleinen unverwüstlichen Kameras, gekoppelt mit einem eigenen YouTube-Kanal, haben ein Riesenpotential. Und in jedem Smartphone steckt inzwischen eine brauchbare Kamera, die unter Berücksichtigung von ein paar einfachen Regeln wirklich tollen Content liefern kann. Dieses Interview hätten wir beispielsweise auch via Skype oder FaceTime aufnehmen können ...

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Gentis. Wir freuen uns, dass Sie am 14. April in Bregenz mit dabei sind.

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