5 Tipps, wie Sie Podcasts nutzenstiftend weiter- und querverwerten

Kopfhörer

In der Ausgabe 03/2014 unserer Kundenzeitschrift „ABZ“ haben wir unlängst über Audio-Podcasts in der Technikkommunikation berichtet. Fokus des Artikels ist die These, dass Podcasts ein exzellentes Instrument sind, bei Kunden Vertrauen in technische Produkte herzustellen, indem man den Experten hinter den Produkten im echten Wortsinn eine Stimme gibt.

Seither wurde an uns immer wieder die Frage herangetragen, inwiefern man Podcasts und deren Inhalte sinnvoll weiter- bzw. querverwerten kann.

Dazu möchte ich im Folgenden 5 Tipps geben, die sich in der Umsetzung als wirkungsvoll und sehr wirtschaftlich erwiesen haben.

1. Transkription mit dem gewissen Plus

So einfach wie wirkungsvoll: Transkribieren Sie – also schreiben Sie Wort für Wort nieder –, was Ihre Experten und/oder Kunden im Podcast gesagt haben. Damit erhalten Sie ein Text-Dokument, das von Suchmaschinen auf die für Sie relevanten Anfragen gefunden wird.

In ein ansprechendes Layout im Corporate Design überführt, eventuell angereichert um Fotos und Kurzbiografien Ihrer Experten, eröffnen Sie Ihren Kunden auch auf diesem Weg einen sehr schnellen und komfortablen Zugriff auf die Kernbotschaften zu Ihrem Produkt, Ihrer Innovation und/oder dem Know-how in Ihrem Haus.
Dieses Dokument können Sie beispielsweise einfach neben Ihrem Podcast als zusätzlichen Download auf Ihrer Homepage anbieten oder auch Passagen daraus zum Anteasern des Podcasts in anderen Unternehmensmedien wie Newslettern oder digitalen Kundenmagazinen verwenden.

P.S.: Vergessen Sie nicht die relevanten Call-to-actions in Ihrer „Print“-Umsetzung. Aktivierende Beschreibungen zu weiterführenden Links – zum Podcast selbst, zu anderen Publikationen, Veranstaltungen, Kontaktformularen, Newsletter-Anmeldungen, Download-Angeboten etc. – erhöhen die Chance, den Interessenten in seinem Informationsprozess innerhalb Ihrer Content-Welt einen Schritt weiter zu führen.

2. Mehrstimmige E-Learnings

Sie schulen Ihre Vertriebs- und/oder Service-Mitarbeiter mit Unterstützung von E-Learnings auf Ihre Innovationen? Dann nutzen Sie doch Statements Ihrer Experten aus den Podcasts für die Vertonung.

Indem Sie Ihren E-Learnings einzelne O-Töne aus den Podcasts „beimischen“, schaffen Sie Abwechslung, Glaubwürdigkeit und geben Ihren Schulungsinhalten eine persönliche Note aus dem „Maschinenraum“ Ihres Unternehmens.

Auch hier gilt: Geben Sie Ihren Experten aus dem Podcast nach Möglichkeit nicht nur eine Stimme, sondern auch ein Gesicht: Ergänzen Sie die O-Töne durch Einblendung eines Fotos  und Angaben der Funktion und Rolle des jeweiligen Experten.

3. Slide-Shows mit Unterton bzw. bebilderte Podcasts

Sie sollten Audio-Inhalte an Ihre Zielgruppen als das verteilen, was sie sind: Inhalte zum Anhören. Zusätzlich können Sie diese aber auch visuell anreichern. Dazu bietet sich unter anderem eine Slide-Show an, in der die Statements aus den Podcasts durch entsprechende Bildinhalte unterstützt werden.

Auf diese Weise kann das zum Produkt erstellte oder ohnehin vorhandene Bildmaterial – eventuell ergänzt um Präsentationsfolien und andere Inhalte – noch einmal eine ganz eigene Nutzung und Aufwertung erfahren. Und Sie haben eine weitere Möglichkeit der Verbreitung Ihrer Audio-Inhalte.

4. Zitieren Sie sich selbst

Podcasts sind oftmals eine wahre Fundgrube für Zitate mit echtem Nutzwert. Bisweilen sprudeln aus den Experten eines Unternehmens im Rahmen einer Podcast-Aufzeichnung sogar Argumente für ein Produkt, Erklärungen von Ingenieursleistungen oder Raffinessen aus der Entwicklung, die Ihnen in der Form vielleicht selbst noch gar nicht bewusst waren.

Solche Statements lassen sich hervorragend auch an anderer Stelle als Zitate verwenden. Und sollten in Ihren Podcasts Kunden zu Wort kommen – dann umso besser.

5. Die gute alte Hörfunk-PR

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die gute alte Zeit, in der „Content Marketing“ noch PR hieß und die Kanäle zur Zielgruppe zum größten Teil die klassischen Medien waren. Auch wenn wir es teilweise fast vergessen: Diese Medien gibt es nach wie vor. Und sie sind mehr denn je interessiert an der Bereitstellung von journalistisch verwertbaren Inhalten.

O-Töne von Experten und Geschäftsführern zu Neuentwicklungen, Trends und Technologien sind ein gutes und ehrliches Angebot, das Sie an die einschlägigen Wissenschaftsredaktionen der Rundfunksender aktiv herantragen können.

Bildquellen

  • Kopfhörer: Shutterstock_Devin_Pavel
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